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Geheime Dokumente: Der BND hat das Anonymisierungs-Netzwerk Tor angegriffen und warnt vor dessen Nutzung – netzpolitik.org

Überwachung

Geheime Dokumente: Der BND hat das Anonymisierungs-Netzwerk Tor angegriffen und warnt vor dessen Nutzung

Der BND hat ein System zur Überwachung des Tor-Netzwerks entwickelt und Bundesbehörden gewarnt, dass dessen Anonymisierung „unwirksam“ ist. Das geht aus einer Reihe geheimer Dokumente hervor, die wir veröffentlichen. Der Geheimdienst gab einen Prototyp dieser Technik an die NSA, in Erwartung einer Gegenleistung.

Der BND zerhäckselt Tor. (Symbolbild) Public Domain Caroline Attwood

„Surfen, spielen, shoppen – zu Hause im Cyperspace“: Das Buch Internet für Dummies „begleitet Sie bei Ihren ersten Schritten in die große, weite Welt des Internets“, wirbt der Verlag. Auch der Bundesnachrichtendienst kauft sich 2005 dieses Buch, um „mal da reinzukommen“, in dieses Internet. So schildert es Diplom-Ingenieur Harald Fechner vor zwei Jahren im Bundestags-Untersuchungsausschuss.

Das ist eine kreative Auslegung der Wahrheit. Bis zu seinem Ruhestand im Juni 2009 ist Fechner immerhin Leiter der BND-Abteilung Technische Aufklärung und damit zuständig für die Internet-Überwachung im Geheimdienst. Über tausend Spione hören für ihn „internationale Kommunikationsströme und elektronische Medien“ ab – auf Funkwellen, Telefonkabeln und angezapften Glasfasern.

Geheime Hacker-Einheit im BND

Unter dem Kommando seiner „Abteilung TA“ arbeitet auch eine geheime Hacker-Einheit, zuständig für „technisch-operative Angriffe auf IT-Einrichtungen“ in der ganzen Welt. Wie alles beim Geheimdienst wechseln die Hacker in der Pullacher Zentrale ständig ihre Bezeichnung: Bis August 2008 heißen sie „Referat 26E“ (Operative Unterstützung und Lauschtechnik), dann „Arbeitsgruppe TX“ (Informationstechnische Operationen) und seitdem „Unterabteilung T4“ (Cyber-Intelligence).

Innerhalb des Geheimdiensts erlangen die Hacker 2007 Bekanntheit. Einer von ihnen überwacht Liebes-E-Mails seiner Freundin mit einem Bundeswehr-Soldaten, dieser sogenannte LOVEINT-Vorfall macht intern die Runde. An die Öffentlichkeit kommt die Hacker-Einheit ein Jahr später, als auffliegt, dass sie das Netzwerk des afghanischen Handelsministeriums infiltriert hat. Dabei lesen die Spione nicht nur E-Mails des befreundeten Ministers mit, sondern auch von der Spiegel-Journalistin Susanne Koelbl.

Daran erinnert sich Harald Fechner noch genau, der Hacker-Angriff auf die Journalistin ist der Grund für die letzte Stufe seiner 28-jährigen Karriereleiter im BND. Am selben Tag, an dem der Spiegel diesen Skandal enthüllt, wird der damalige Abteilungsleiter Dieter Urmann strafversetzt. Fechner wird sein Nachfolger und bleibt es bis zur Rente.

Klassentreffen der Spione

Während sich diese Ereignisse in Deutschland abspielen, ist der BND-Agent mit dem Tarnkürzel „H.F.“ auf Dienstreise in den USA. Dort heißt der Präsident noch George W. Bush – und dessen handverlesene CIA-Unterstützung bei Auslandsreisen manchmal Edward Snowden. H.F. ist zu Gast im Hauptquartier der NSA, auf der jährlichen SIGDEV-Konferenz, wo sich über tausend Agenten über neueste Entwicklungen der Überwachungstechnik austauschen. Während der BND in Deutschland unter Druck steht, darf er hier glänzen.

Auf Einladung der NSA präsentiert H.F. einen Angriff auf das Tor-Netzwerk, den die BND-Hacker kurz vorher entwickelt haben. Der „Zwiebel-Router“ ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Internet-Kommunikation und hat sich zum König der Internet-Anonymisierungsdienste entwickelt, Millionen von Menschen auf der ganzen Welt nutzen Tor zum Schutz vor Überwachung und Zensur.

Tor wurde ursprünglich vom US-Militär ins Leben gerufen, um Geheimdienst-Aktivitäten im Internet zu verschleiern, und erhält bis heute einen Großteil seiner Finanzierung von der US-Regierung, um „Repression, Überwachung und Kontrolle im Internet“ in autoritären Staaten zu umgehen. Doch nicht nur Diktatoren ist Tor ein Dorn im Auge, auch westliche Behörden wollen Tor-Nutzer deanonymisieren. Und dabei will der BND helfen.

Angriff auf das Tor-Netzwerk

Ein paar Wochen vor der Konferenz haben die BND-Hacker vom Referat 26E „die Idee zu einem Verfahren entwickelt, wie relativ einfach das Tor-Netzwerk aufgeklärt werden könnte“, heißt es in internen BND-Unterlagen. Tor ist zu dieser Zeit schon relativ bekannt und hat 200.000 aktive Nutzer auf der ganzen Welt. Wenn Projekt-Chef Roger Dingledine die Funktionsweise auf dem CCC-Congress oder in einer Polizeidienststelle in Stuttgart erklärt, hören auch die Hacker vom BND aufmerksam zu.

Im März 2008 weiht der Geheimdienst die Partner aus den USA und Großbritannien in seinen Plan ein. Beim Besuch einer ausländischen Delegation in München präsentiert die Abteilung TA „das Anonymisierungsnetzwerk Tor und eine mögliche Auflösung der Anonymisierungsfunktion“, schreibt der BND in einem internen Besprechungsbericht. Um den Plan umzusetzen, wünscht sich der BND „eine internationale Zusammenarbeit mit mehreren ausländischen Nachrichtendiensten“.

NSA und GCHQ bekunden „hohes Interesse“ und sagen Unterstützung zu. Die drei Geheimdienste beschließen weitere Treffen und die Zusammenstellung einer Projektgruppe, der BND plant den Aufbau eines eigenen Tor-Exit-Servers sowie eine „Probeerfassung und Auswertung mit der NSA“.

Den Amis weit voraus

Im April präsentiert der BND-Agent H.F. die Arbeit der Pullacher Hacker bei der Anti-Terror-Koalition des europäischen Geheimdienst-Verbunds SIGINT Seniors Europe. Daraufhin lädt ihn die NSA zur SIGDEV-Konferenz in ihrem Hauptquartier ein. Wieder ist sein Vortrag ein Erfolg: Die anderen Geheimdienste sind „nachhaltig beeindruckt von unseren Leistungen zu Tor-Servern“, schreibt der BND später, man ist „den Amis da weit voraus“.

Die NSA sagt „eine fachliche Prüfung durch deren Experten“ zu, mit dem Ziel, das Projekt umzusetzen. Schon eine Woche später wird H.F. erneut von der NSA eingeladen, diesmal zusammen mit „M.S.“ aus der Hacker-Einheit, und diesmal nach Bayern, in das Verbindungsbüro der NSA in der BND-Außenstelle Bad Aibling. H.F. und M.S. haben dort eine Videokonferenz mit Experten der NSA, um weitere Fragen und Ideen zu klären. Das Protokoll dieser Konferenz veröffentlichen wir an dieser Stelle.

BND und NSA sind sich einig, dass „das Tor-Netzwerk das bisher im Internet am besten etablierte System zur Anonymisierung ist“ und „die anderen Systeme nur eine Nischenrolle spielen“. Die Geheimdienste erwarten, dass „das Tor-Netzwerk weiter stark wächst“, was „noch einige Jahre ein Problem darstellen wird“. Die Spione gehen davon aus, dass sich „Bemühungen für einen Ansatz lohnen“. Gemeint sind Angriffe, um die Anonymisierung von Tor rückgängig zu machen.

Bemühungen für einen Ansatz

Wie genau die Geheimdienste Tor knacken wollen, bleibt vage. Um Forschung und Feedback zu fördern, ist Tor transparent und offen. Nicht nur DesignSpezifikation und Quelltext sind öffentlich, auch eine eigene Datenbank mit wissenschaftlicher Forschung zum Thema Anonymität im Internet. Diese Offenheit hilft nicht nur Forschern, sondern Tor profitiert selbst davon: Immer wieder wird das System analysiert – und falls eine Schwachstelle auftaucht, wird sie geschlossen.

Die BND-Hacker sprechen gegenüber der NSA zwar von „einer Penetrationsmöglichkeit des Tor-Netzwerks“, worunter gemeinhin das Eindringen in fremde IT-Systeme verstanden wird. Im vorliegenden Fall spricht viel dafür, dass die Geheimdienste vielmehr eine Design-Entscheidung ausnutzen wollen, die Tor getroffen hat.

Das Prinzip von „Zwiebel-Routing“ ist es, Internet-Verkehr über drei Zwischen-Server zu leiten, so dass kein Punkt im Netzwerk gleichzeitig Sender und Empfänger kennt. Damit verhindert Tor viele Überwachungs- und Zensur-Maßnahmen, mehr als ein „Virtual Private Network“ (VPN), das nur einem Zwischenserver hat. Aber eben nicht alle.

Weltweiter, passiver Angreifer

Wie alle in der Praxis eingesetzten Anonymisierungs-Systeme dieser Art kann auch Tor nicht gegen „einen weltweiten passiven Angreifer“ schützen. Das steht so explizit im Design-Dokument. Auch die Dokumentation warnt: „Wenn ein Angreifer den Internet-Verkehr beobachten kann, der aus ihrem Rechner kommt und den Verkehr, der an dem von ihnen gewählten Ziel ankommt, kann er mit statistischen Analysen herausfinden, dass beide zusammen gehören.“ Die Internet-Überwachung von NSA und GCHQ tut genau das.

Eine ganze Reihe an Forschern hat diesen Angriff praktisch demonstriert, durch simples Zählen der übertragenen Pakete, über die Analyse von Zeitfenstern bis zur De-Anonymisierung durch einen Bruchteil des Verkehrs. All diese Forschung ist öffentlich einsehbar. Die Geheimdienste beobachten diese Forschung, nutzen sie für eigene Zwecke und nutzen theoretische Schwachstellen in ihrer praktischen Überwachung aus.

Die Hacker vom BND stützen sich bei ihrem Angriff auf „eine Studie einer amerikanischen Universität“, die sie auch an die NSA weitergeben. Bei der Videokonferenz in Bad Aibling beantwortet der BND Nachfragen und stellt einen Zeitplan mit weiteren Schritten vor. Die Deutschen wollen innerhalb von „sechs bis acht Wochen“ ein eigenes Tor-Netzwerk im Labor aufbauen, um das System besser zu verstehen und die Studie zu überprüfen.

Test-Netzwerk und Prototyp

Die NSA ist begeistert vom Vortrag des BND und will weiter eng zusammenarbeiten, vor allem will sie die Testergebnisse. Die Amerikaner sind „sichtlich erstaunt“ über die Aktivität der Deutschen. Zwar sieht sich der BND „etwas weiter als die NSA“, aber auch Pullach will, dass Fort Meade mitmacht: Das Vorhaben „hätte in einem Partnerverbund erheblich größere Erfolgsaussichten“.

Die NSA sagt zu, die Universität zu kontaktieren, um mehr über die Studie zu erfahren. Der BND macht sich an die Arbeit, setzt das Test-Netzwerk auf und entwickelt einen Prototyp des Angriffs, den „Proof of Concept“. Schon einen Monat nach der Videokonferenz sollen erste Ergebnisse vorliegen. Im Oktober will Harald Fechner, Leiter der Abteilung Technische Aufklärung, in die USA fliegen und das Thema mit NSA-Direktor Keith Alexander besprechen.

Doch dann bekommt das Projekt einen Dämpfer. Die Arbeitsgruppe IT-Operationen wird umorganisiert und die am Tor-Projekt beteiligten Hacker werden „innerhalb eines Referates zerstreut“, auf zwei verschiedene Sachgebiete. Im Dezember 2008 gibt es dennoch eine weitere Besprechung zu Tor im NSA-Hauptquartier, „die mit Abstand intensivste, was Anzahl der Teilnehmer und Kompetenz anging. Der Raum war voll.“

Den Amis was versprochen

Richtige Bewegung entsteht erst wieder zum Wechsel der US-Präsidentschaft von George W. Bush zu Barack Obama. Am Tag der Amtsübergabe bereitet die „Führungsunterstützung“ des BND einen neuen Besuch von Abteilungsleiter Fechner bei der NSA in den USA vor. In internen E-Mails bekommen die Hacker den Auftrag, das Projekt zu reaktivieren. Der BND hat „den Amis ja was versprochen“.

Damit übernimmt M.S. die Leitung des Projekts. Er beschwert sich über die „knappe Ressource brillantes Personal“ und mangelndes Interesse innerhalb des BND. Nach einer internen Vorstellung des Systems „kam nichts mehr“. Ab jetzt ist „die Weiterentwicklung primär auf den Bedarf des Partners ausgerichtet“. Der Proof-of-Concept ist schonmal „ein guter Stand, um mit den Experten der Amis zu reden“.

Der BND-Spitze kommt das gelegen. Man erhofft sich zwar, dass auch die BND-eigene Auswertung wieder „angestoßen“ werden kann, an Tor zu arbeiten. Aber das eigentliche Ziel ist größer. Der BND will etwas von der NSA: Eine Technologie aus dem „Bereich Kryptoanalyse“, zur Entzifferung verschlüsselter Inhalte. Pullach weiß, dass Fort Meade das Objekt der Begierde „erfahrungsgemäß nicht so leicht herausrücken“ wird. Deshalb sammeln die Deutschen Gegenleistungen, der Angriff auf Tor ist „ein weiterer Baustein“ dafür.

Gemüse-Zerkleinerer gegen Zwiebeln

Die Führungsunterstützung erteilt M.S. den Auftrag, innerhalb eines Monats ein Konzept zu verfassen. Und er liefert. Am 20. Februar 2009 steht ein 16-seitiges „Konzept für die Rückverfolgung von Internetverkehren, die mit dem Tor-System anonymisiert wurden“. Das Deckblatt ist wenig bescheiden: Über der Zwiebel im Tor-Logo prangt ein Gemüse-Zerkleinerer.

Zur Rechtfertigung der Tor-Überwachung zitiert M.S. die Berliner Sicherheitsgespräche, die in dem Jahr unter dem Motto „WWW – der virtuelle Tatort“ stattfanden. Beim Kapitel „Funktionsweise des Tor-Netzes“ macht sich der Autor wenig Arbeit, er kopiert den Text aus der Wikipedia und die Bilder von der Tor-Webseite.

Wie genau der BND Tor „zerhäckseln“ will, ist in der uns vorliegenden Version leider weitgehend geschwärzt. Doch wie zuvor beruft sich der Geheimdienst auf öffentliche Forschung. Zur Umsetzung dürfte der BND eigene Server im Tor-Netzwerk betreiben. M.S. verweist auf passiv schnüffelnde Server, die mutmaßlich von der NSA betrieben werden und betont den „Schutz der eigenen Anonymität“ der Geheimdienste.

In hohem Maße an Zugängen interessiert

Drei Wochen nach dem Konzept-Papier meldet der britische Geheimdienst wieder Bedarf an. Der GCHQ-Resident in Berlin und drei weitere ranghohe Spione der Königin sind am 11. März 2009 zu Besuch in Pullach. In der BND-Zentrale werden die Briten von Abteilungsleiter Harald Fechner empfangen, der sieben weitere leitende Mitarbeiter der Technischen Aufklärung mitbringt. Thema ist die Weiterentwicklung der SIGINT-Zusammenarbeit, besonders „bei den Anonymisierungsdiensten“.

Die Briten wollen mitmachen: Das GCHQ „ist in hohem Maße an den Zugängen der Abteilung TA zum Tor-Netzwerk interessiert“, heißt es im internen Besprechungsbericht. Beide Seiten vereinbaren weitere Fachgespräche zwischen Technikern und einen „gemeinsamen Workshop zu möglichem technisch/betrieblichem Vorgehen“.

Fünf Tage nach dem Besuch von der Insel fliegt Abteilungsleiter Fechner über den Atlantik, im Gepäck das Konzept-Papier von M.S.. Die Amerikaner nehmen das Gastgeschenk gerne an, NSA und GCHQ übernehmen das Projekt. Ob der BND die erhoffte Gegenleistung erhält, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Auf Anfrage erhalten wir die Standard-Antwort: „Zu operativen Aspekten seiner Arbeit äußert sich der BND grundsätzlich nur gegenüber der Bundesregierung und zuständigen Stellen des Bundestages.“

Sehr hohe Überwachungsdichte

Anderthalb Jahre später warnt der BND deutsche Bundesbehörden davor, Tor zu verwenden. Der „Anonymisierungsdienst Tor garantiert keine Anonymität im Internet“, betitelt die Hacker-Abteilung „IT-Operationen“ eine Meldung. Das sechs-seitige Papier geht am 2. September 2010 an Kanzleramt, Ministerien, Geheimdienste, Bundeswehr und Polizeibehörden.

Laut Kurzfassung ist Tor „ungeeignet“ für drei Szenarien: „für die Verschleierung von Aktivitäten im Internet“, „zur Umgehung von Zensurmaßnahmen“ und für „Computernetzwerkoperationen für Nachrichtendienste“ – also geheimdienstliches Hacking. Der BND geht „von einer sehr hohen Überwachungsdichte innerhalb des Netzes“ aus, unter anderem durch „die Möglichkeit, selbst sogenannte Exit-Knoten zur Überwachung einzurichten“.

In einer technischen Beschreibung erklärt der BND die Funktionsweise von Tor. Die Bilder sind erneut geliehen: von einer privaten deutschen Seite und der Electronic Frontier Foundation, in veralteter Form. Der BND macht auch inhaltliche Fehler: Dass „die Information über die vorhanden Tor-Knoten unverschlüsselt von einem Server geladen“ werde, war zu diesem Zeitpunkt schon über zwei Jahre lang falsch. Nachdem der Iran diese Verbindungen erkannt und blockiert hat, werden sie ab 2007 verschlüsselt.

Von Legalität nicht überzeugt

In der Meldung stellt der Geheimdienst unter Berufung auf „mehrere nachrichtendienstliche Hinweise“ eine gewagte These auf: Laut BND wird Tor „überwiegend zur Verschleierung von Aktivitäten benutzt, von deren Legalität die Handelnden nicht überzeugt sind. Die Anzahl der Tor-Nutzer mit dem Fokus auf Wahrung der Anonymität aus reinen Datenschutzüberlegungen ist im Verhältnis dazu sehr gering.“ Diese Behauptung belegt der BND nicht mit Fakten.

Wir haben diverse Personen aus dem Tor-Projekt gefragt, niemand kann die These des BND nachvollziehen. „Das klingt sehr nach Blödsinn“, sagt der IT-Sicherheits-Berater Jens Kubieziel, der Server für das Tor-Projekt administriert und große Tor-Exit-Server betreibt. Auch der Chaos Computer Club betreibt einige der großen Server im Tor-Netzwerk. „Verglichen mit der Menge des Traffics und der Millionen von Verbindungen, die jeden Tag durch Tor anonymisiert werden, ist die Anzahl der Anfragen wegen rechtswidriger Aktivitäten verschwindend gering“, sagt Rechtsanwalt Julius Mittenzwei, einer der Projekt-Verantwortlichen und ehemaliges Mitglied im Vorstand des Tor-Projekts.

Der BND schreibt weiter: Geheimdienste und andere Behörden weltweit „haben Ansätze, die Anonymisierung auszuhebeln. Einer davon ist das Aufsetzen eigener Tor-Knoten und deren intensive Überwachung zum Zwecke der Ermittlung und Beweiserhebung.“ Daraus machen die Geheimdienste untereinander kein Geheimnis: „Einige Dienste haben über das Installieren eigener Tor-Knoten und die Verwertung der Protokolldaten für verschiedene Projekte und Ermittlungsverfahren bereits berichtet.“

Verschleierung nicht gegeben

Einen deutlichen Hinweis, dass Geheimdienste Tor-Server betreiben, sieht der BND in den Standorten diverser Server, vor allem „im Umkreis von Washington, D.C.“. Der BND geht davon aus, „dass diverse Behörden diese Knoten zur Verfügung gestellt haben“. Aus dem Dokument geht nicht direkt hervor, ob der Geheimdienst das nur vermutet, im Internet gelesen hat, mitgeteilt bekam – oder ob der BND die NSA überhaupt erst auf die Idee gebracht hat.

Der BND ist sich jedoch so sicher, dass er die wichtigsten Bundesbehörden davor warnt, Tor zu benutzen. Das Fazit seiner Bewertung: „Die Nutzer von Anonymisierungssoftware gehen von einer Verschleierung ihrer Identität beim Surfen im Internet aus, die bei bekannten und weit verbreiteten Anonymisierungsdiensten nicht gegeben ist.“

Doch nicht nur Tor hält der BND für unsicher, auch von gehackten Rechnern als Proxy-Server raten die Hacker ab: „Die Verwendung eines kompromittierten Systems durch fähige Nachrichtendienste zum Zwecke einer als letztlich unwirksam bekannten Tarnung erscheint nur für Ablenkungsmanöver plausibel.“ Die BND-Abteilung „IT-Operationen“ muss es ja wissen – und warnt seine Hacker-Kollegen von BKA, Verfassungsschutz und Bundeswehr.

Tempora und XKeyscore

Angesichts der Aktivitäten von NSA und GCHQ ist die Sorge des BND berechtigt. Zwei Jahre nach dem Geschenk der Deutschen setzen diese Geheimdienste die Arbeit fort, Tor zu brechen. Im GCHQ-internen Wiki, das der Spiegel aus den Snowden-Dokumenten veröffentlicht hat, ist die Arbeit des britischen Teams dokumentiert. Auch ihr Ziel ist es, anhand von Internet-Verkehr eines Tor-Exit-Servers die Identität des Absenders herauszufinden.

Laut dem Wiki beginnt die Forschung im Dezember 2010. Den Briten ist es zu aufwändig, den Weg durch das Tor-Netzwerk zu verfolgen. Also korrelieren sie den Internet-Verkehr vom Sender zum Netzwerk und vom Netzwerk zum Empfänger. Weil das GCHQ massenhaft Internet-Verkehr mitschneidet und eigene Tor-Server betreibt, fällt das nicht weiter schwer. Schon im Juni 2011 ist eine 18-seitige Studie und Quellcode in der Statistik-orientierten Programmiersprache R fertig, dazu gibt es eine Präsentation mit Slides.

Auch die NSA ist erfolgreich. Ebenfalls 2011 sind „mehrere Fingerabdrücke und ein Plugin“ in ihrer mächtigen Spionagesoftware XKeyscore implementiert, um Tor-Nutzer zu erkennen und zu deanonymisieren. NDR und WDR haben einige dieser XKeyscore-Regeln veröffentlicht. Demnach überwacht die NSA alle Internet-Nutzer, welche die Tor-Webseite besuchen, die Tor-Software nutzen oder einfach nach Tor oder dem Tor-Betriebssystem Tails suchen.

Egoistische Giraffe

Trotz aller Angriffe ehrt selbst die NSA Tor noch immer als König der Internet-Anonymisierungsdienste. Auch wenn die Geheimdienste, die große Teile des Internets überwachen, einige Tor-Nutzer deanonymisieren können, ist es unwahrscheinlich, dass sie jederzeit alle Tor-Nutzer deanonymisieren können. Die NSA schreibt selbst, sie hat noch keine Wunderwaffe.

Anonymisierung ist wie Verschlüsselung: einfacher zu umgehen als zu knacken. Wer in einen Rechner einbricht, kann dessen Kommunikation entschlüsseln und Nutzer identifizieren. NSA und GCHQ machen das spätestens seit 2013: Unter dem Codenamen Egoistische Giraffe hacken sie den auf Firefox basierenden Tor Browser, infizieren das Betriebssystem und lösen so ihr selbst ernanntes „Tor-Problem“. Auch das FBI hat solche Angriffe schon ausgeführt und zugegeben.

Doch manchmal reicht es bereits, Fehler der Überwachungs-Ziele auszunutzen. Der LulzSec-Hacker Hector Monsegur wird enttarnt, weil er ein einziges Mal seine richtige IP-Adresse preisgibt. Der Stratfor-Hacker Jeremy Hammond wird enttarnt, weil das FBI korreliert, wann sein WLAN genutzt wird. Der Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht wird enttarnt, weil er sein Pseudonym bekannt gibt. Eine aktuelle Studie beschreibt, wie man seine Anonymität trotz Tor-Nutzung verlieren kann.

Keine rein technischen Maßnahmen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat weniger Erfolg. Obwohl der Inlandsgeheimdienst das Memo vom BND bekommt, hat er noch zwei Jahre später Probleme, Tor-Nutzer zu identifizieren. Auf einer Dienstreise in Washington im Juni 2012 fragt eine Delegation die NSA, ob diese Tor „identifizieren“ bzw. „entschlüsseln“ kann. Die Antwort stellt sie nicht zufrieden. In der internen Wertung des Besuchs schreiben die Deutschen, der Besuch war zwar „strategisch wichtig“, diente „jedoch eher der Beziehungspflege“.

Die großen Auslandsgeheimdienste bauen ihre Angriffe unterdessen weiter aus. Aber auch die Tor-Community arbeitet ständig daran, das Projekt zu verbessern und Angriffe abzuwehren – in engem Austausch mit der Wissenschaft. Chef-Entwickler Roger Dingledine ist skeptisch, ob die Geheimdienste in der Lage sind, „die gezeigten Angriffe in großem Maßstab durchzuführen“. Dennoch zeigen die Dokumente, „dass wir weiter daran arbeiten müssen, das Tor-Netzwerk auszubauen, um es Angreifern schwerer zu machen, diese Art Angriffe durchzuführen.“

Das kann aber nicht alles sein, so Dingledine: „Wir als Gesellschaft müssen etwas dagegen tun, dass Geheimdienste zu denken scheinen, keine Gesetze befolgen zu müssen. Gegen Angreifer, die Internet-Router und Nutzer-Geräte infiltrieren, die Entwickler und Forscher an Flughäfen zur Seite nehmen und verhören, die viele andere fragwürdige Maßnahmen einsetzen, gegen solche schrankenlosen Angreifer helfen keine rein technischen Maßnahmen. Sie müssen auch politisch in die Schranken gewiesen werden.“

Quelle: Geheime Dokumente: Der BND hat das Anonymisierungs-Netzwerk Tor angegriffen und warnt vor dessen Nutzung – netzpolitik.org

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Online-Aktivist: FBI-Akte über Aaron Swartz veröffentlicht – SPIEGEL ONLINE – Netzwelt

Online-Aktivist FBI-Akte über Aaron Swartz veröffentlicht

Einen Monat nach dem Tod des Online-Aktivisten Aaron Swartz hat ein Blogger dessen FBI-Akte angefordert und veröffentlicht. Das Dokument zeigt, warum und mit welchen seltsamen Methoden die Bundesbehörde schon 2008 gegen Swartz ermittelte – zwei Seiten fehlen allerdings.

 

Internetaktivist: Schon 2008 ermittelte das FBI gegen Aaron Swartz

REUTERS

Internetaktivist: Schon 2008 ermittelte das FBI gegen Aaron Swartz

Am 11. Januar wurde Aaron Swartz tot in seiner Wohnung in Brooklyn aufgefunden.Nun hat der Blogger Daniel Wright die FBI-Akte des Online-Aktivisten und Mitbegründers der Website Reddit im Internet veröffentlicht. Die US-Bundesbehörden machen Ermittlungsakten nach dem Tod der betreffenden Person automatisch zugänglich. Wright forderte eine Kopie an, obwohl er nicht glaubte, dass eine solche Akte überhaupt existiert. Denn seiner Meinung nach war Swartz „nicht wirklich ein Krimineller“.

 Doch das FBI schickte 21 Seiten. Sie zeigen: Die Behörde wurde 2008 auf Aaron Swartz aufmerksam, als er die Bezahlschranken der Justizdatenbank Pacer umging und 18 Millionen Seiten kostenpflichtiger Dokumente herunterlud. 20 Prozent des gesamten Bestands, die er anschließend gratis ins Netz stellte. Während Beobachter wie dailydot.com die Aktion nicht für illegal halten, weil Swartz bloß ein Schlupfloch genutzt habe, sprach das FBI damals von 1,5 Millionen Dollar Schaden und begann zu ermitteln.

Schwer zu observieren

Die Bundesagenten verfolgten die IP-Adressen der Downloads zu Swartz‘ Haus nahe Chicago zurück. Die Überwachung des Gebäudes war jedoch schwieriger als gedacht: Zu viele Bäume und Häuser seien im Weg, zu wenig andere Autos parkten auf der Straße, vermerkten die Agenten in der Akte. Das Risiko, entdeckt zu werden, sei zu groß. Die Observierung wurde abgeblasen.

Stattdessen versuchte das FBI, auf anderen Wegen etwas über den Aktivisten herauszufinden: Die Ermittler kopierte Informationen aus dem Internet. In der Akte finden sich Angaben aus Swartz‘ Facebook-Profil, von seinem Blog oder seiner Seite bei LinkedIn. Etwa dass er Mitglied einer Organisation namens „Langzeit-Planungskomitee für die menschliche Rasse“ sei. „Ein Tipp für Straftäter“, spottet ein Daily-Dot-Autor darüber: „Wenn du das FBI auf eine falsche Fährte locken willst, streue einfach ein paar Lügen in deinem Social-Media-Auftritt.“

Lebensgefahr für Informanten?

Bei seinem nächsten Coup hatte Swartz weniger Glück. 2010 zapfte er im Massachusetts Institute for Technology (MIT) fünf Millionen wissenschaftliche Artikel aus der digitalen Bibliothek JSTOR ab. Das MIT sah von einer Klage ab, doch die Justiz war weniger nachsichtig. Swartz wurde wegen Betrugs und Datendiebstahls angeklagt, ihm drohten bis zu 35 Jahren Haft und eine Million Dollar Geldstrafe. Doch bevor der Prozess beginnen konnte, fand Swartz‘ Freundin ihn im Januar tot in seiner Wohnung.

Zum Pacer-Fall habe das FBI ihm nur 21 von 23 Seiten der Ermittlungsakte geschickt, schreibt Daniel Wright, zwei Seiten seien zurückgehalten worden. Unter anderem mit der Begründung, dass andernfalls das Leben eines Menschen in Gefahr sei. Ist das ein Hinweis auf einen Informanten in Swartz‘ Umfeld? Diese Frage stellt sich Wright nun und schreibt: „Ich bin ehrlich gesagt immer noch verwirrt.“

tib

Quelle: Online-Aktivist: FBI-Akte über Aaron Swartz veröffentlicht – SPIEGEL ONLINE – Netzwelt

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Nach dem Austauschjahr in den USA: Zurück in Trump-Land

Nach dem Austauschjahr in den USA – taz.de

Zurück in Trump-Land

Vor einem Jahr war unsere Autorin Austauschschülerin in den USA. Nun kehrte sie zurück und fragte: Seid ihr jetzt wirklich glücklich?

Die Autorin Paulina Unfried auf einer langen Straße im Nirgendwo

Das Stadtkind auf den Straßen von MinnesotaFoto: Paulina Unfried

Als ich am Minneapolis-Saint Paul International Airport aus dem Zollbereich komme, sehe ich als Erstes zwei Rednecks mit „Make America Great Again“-Shirts.

Phil und Alex. Meine Freunde. Ich habe sie während meines Auslandsjahres in der Jugendgruppe der Kirche kennengelernt. In der Schule waren sie ja fast nie. Als wir in ihrem Pick-up auf den Highway 12 auffahren, frage ich sie, ob sie sich die Trump-Shirts extra für meine Begrüßung gekauft haben.

„Das hättest du wohl gerne“, sagt Alex.

Da hat er recht.

Anderthalb Stunden später fahren wir in unser Dorf ein. Direkt am Ortseingang steht das „Abtreibung ist Mord“-Schild. Und jetzt fühle ich mich wieder zu Hause. Das ist so ein „Alles so wie immer“-Gefühl. Alles so, wie es war, als ich vor knapp einem Jahr zurück nach Deutschland ging.

Nur dass Donald Trump jetzt tatsächlich Präsident ist.

Vor der Dorfkirche steht eine junge Frau. Sie ist groß, weiß, hat lange, blonde Haare. Das ist ­Ashlie. Meine Ashlie.

Sonntags in der Kirche: Hat der Priester gerade gesagt, dass Trump der neue und bessere Jesus ist?

Ich springe aus dem Pick-up, um sie zu umarmen, und was ist das Erste, was ich zu hören kriege?

„Ich hab dir gleich gesagt, dass Hillary keine freaking Chance hat, Paulina.“

Ah, richtig, man muss hier immer schön „freaking“ sagen. Statt „fucking“. Damit alles christlich und sauber bleibt.

Ich hatte Ashlie zu Beginn meines Auslandsjahres verachtet. Sogar verabscheut. Sie war für Trump, ich war für Hillary. Ich hasste Trump, sie hasste ­Hillary.

Ich bin aufgewachsen in einer wannabe-progressiven Blase in Berlin-Kreuzberg und gehe auf eine erst recht wannabe-progressive Privatschule in Mitte.

Als ich vor 550 Tagen in diesem 1.500-Menschen-Dorf ankam, um ein Jahr dort zur Highschool zu gehen, konnte ich kaum begreifen, wo ich gelandet war. In dem Amerika der Maisfelder, weit weg von San Francisco und New York, wo ich eigentlich hinwollte.

Ein US-Straßenschild vor Einheitshäusern

Alles christlich und friedlich, freaking statt fucking.Foto: Paulina Unfried

Meine Freundin Ashlie ist in einer ganz anderen Blase aufgewachsen, ihre Familie ist Mitglied einer streng christlichen Kirche. Wie die meisten hier. Nicht nur Sex vor der Ehe ist verboten, sondern sogar Nagellack. Hätte Gott gewollt, dass du rote Nägel hast, hätte er dich mit roten Nägeln erschaffen, ist ja logisch.

Alle haben auf Facebook die amerikanische Flagge als Profilbild, alle lieben das Jagen. Im Fernsehen und im Radio läuft Fox News in Dauerschleife. Darauf basiert dann auch das politische Wissen oder auf den noch schlimmeren Snapchat News, bei denen der Aufmacher vor Kurzem lautete: „Kylie Jenner hat einen dritten Nippel.“

Für den Großteil der Menschen hier würde es nie infrage kommen, einen Politiker zu unterstützen, der für Abtreibung, Globalpolitik und strengere Waffengesetze ist. Sie sagten mir immer, dass Clinton sich für alle anderen einsetzt, nur nicht für sie.

„Alles Fake News“

Ich wurde zum Glück nicht zum Trump-Fan bekehrt, es dauerte aber eine ganze Weile, bis ich nachvollziehen konnte, warum es aus der Perspektive der Menschen hier richtig erscheint, Trump zu wählen. Vor allem brachten sie mir bei, dass man andere Meinungen respek­tieren kann, auch wenn sie noch so weit der eigenen entfernt sind.

Seitdem nehme ich es Leuten übel, wenn sie von den dummen Trump-Wählern sprechen, denn Ashlie ist alles andere als dumm.

Nichtsdestotrotz habe ich meine Lust am Diskutieren nicht verloren, und so knurre ich noch vor der Umarmung: „Du weißt aber schon, dass ­Hillary das Popular Vote hatte?“

Clinton hatte 2,9 Millionen Stimmen mehr. Allerdings alle in Kalifornien.

„Alles Fake News, totale Unwahrheiten“, antwortet Ashlie routiniert, „Hast du noch nie ­etwas von der Silent Majority gehört?“ Sie meint die Leute, die nicht zur Wahl gegangen sind, aber angeblich alle für Trump gestimmt hätten.

In meinem Jahr hier in Minnesota habe ich gelernt, dass es menschlichen Beziehungen guttut, auch mal nichts zu sagen, also schweige ich, ziehe die linke Augenbraue hoch, und wir umarmen uns endlich.

Ein paar Tage später, an einem Samstagnachmittag, treffen wir uns vor dem Dairy Queen, wie immer. Das ist eine globale Fast-Food-Kette aus Minnesota. Die einzige, die in unserem Dorf eine Filiale hat. Phil und Alex lassen ihre Autos davor stehen, dann cruisen wir zu viert in Ashlies 850-Dollar-Karre durch die Felder in ein Nachbardorf, um dort ein Baseballspiel anzuschauen und später auf eine Party zu gehen. Die haben dort auch einen McDonald’s Drive-through, das ist unser erstes Ziel.

Große Autos stehen in der Straße, keine Menschen sind zu sehen, dunkle Wolken

Niemand auf der Straße, nur PickUps und ZebrastreifenFoto: Paulina Unfried

Die Jungs sind heute ohne Trump-Shirts gekommen, tragen dafür die Hoodies mit dem Schullogo, so wie die meisten es hier tun.

Beide sind Seniors, also im letzten Highschooljahr, und müssen jetzt ihren Abschluss machen. Sie gehen aber immer noch kaum zur Schule, weil das nichts für Coole ist. Bringt einem keine Reputation, im Gegensatz zu dem Hoodie. Der dient dem Gemeinschaftsgefühl. Beide haben überhaupt keine Idee, was sie nach der Schule machen wollen. Das liegt daran, dass sie nicht wissen, was sie von der Zukunft wollen. Und weil sie denken, dass sie keine Zukunft haben.

Ich erzähle ihnen, dass und warum die meisten Deutschen Trump täglich schlimmer finden. Für sie völlig unlogisch.

„Er unternimmt endlich etwas gegen Abtreibungen, bietet anderen Ländern die Stirn, beschützt unsere Gewehre und somit die Verfassung und lässt keine Terroristen mehr ins Land. Was soll daran falsch sein?“, sagt Ashlie.

„Alles“, sage ich.

Trotzdem kann ich nachvollziehen, warum sie so denkt: Für Abtreibung sein, das ist für sie genauso schlimm wie für mich Rassismus.

Vorbei mit der Toleranz?

Alle drei haben meinen taz-Artikel „Allein unter Trump-Kids“ gelesen und wollen wissen, wie das alles an diesem fremdartigen Ort namens Deutschland angekommen ist.

„Hmm, einige Leute haben euch besser verstanden, aber andere beleidigten mich als Trump-Liebchen oder Trump-Fan“, sage ich.

Alle drei lachen, für sie total abwegig.

„Es ist also vorbei mit der Toleranz im toleranten Berlin, sobald es ans Verstehen von Trump-Wählern geht?“, fragt Alex.

Daraufhin schweige ich.

„So ist das immer mit den Linken und Demokraten, die sind kein Stück besser als wir, wenn es um Respekt geht, auch wenn sie es denken“, sagt Phil.

Wieder ziehe ich die linke Augenbraue hoch.

Dann ist es, als hätte man den Radiosender gewechselt, denn alle drei reden nur noch über „Prom“, den Abschlussball der Highschool. Ashlie ist in einer sehr entspannten Lage, denn sie hat das dafür zwingend vorgeschriebene Date bereits. Ein Senior hatte sie mit einem Plakat geworben, auf dem ihr Kopf, sein Kopf und der Kopf von Donald Trump aufgeklebt war. Darüber stand der Slogan: „Let’s make Prom great again“. Da konnte Ashlie natürlich nicht Nein sagen.

Unsere Autorin ist im Seitenspiegel eines Autos zu sehen

Pläne für den Abend? Drive-through!Foto: Paulina Unfried

Vermutlich hatte das Plakat die Mutter des Jungen gebastelt. Diese rituelle Romantik müssen hier meistens die Mütter beisteuern.

Als wir beim Baseball ankommen, ist die kleine Stahltribüne bereits voll. Ich kriege noch den allerletzten Platz, das ist der neben Mrs. Bellter. Meine ehemalige Politiklehrerin hatte uns Schüler auf Parallelen zwischen Obama und Hitler aufmerksam gemacht. Sie ist Ende vierzig und fühlt sich als eine Art Über-Mum ihrer Schülerinnen, die sie mit Tipps auf das Leben vorbereitet.

Sofort erzähle ich ihr etwas weinerlich, wie unfair ich es finde, dass nun statt einer kompetenten Frau ein Mann Präsident ist, der sich derart unflätig über Minderheiten und Frauen äußert.

„Schätzchen“, sagt Mrs. Bellter, „so reden doch alle Männer untereinander, meiner inklusive.“ Sie lacht herzlich. „Das wirst du auch noch sehen.“ Das sei „ganz natürlich“.

„Außerdem ist dieser Lockerroom-Talk nun wirklich schon Ewigkeiten her“, sagt Ashlie, die neben mit sitzt.

„Schätzchen, weißt du, vielleicht gibt es einfach bestimmte Positionen in der Welt, die besser durch Männer besetzt sind“, sagt Mrs. Bellters dann noch.

Dann ist das Spiel zum Glück aus.

„Ashlie, deprimiert dich das denn gar nicht?“, sage ich, als wir zu zweit zum Auto zurücklaufen.

„Was?“

„Der Gedanke, dass du nicht alles erreichen kannst, nur wegen deines Geschlechts?“

Ashlie überlegt. „In meinem Leben spielt das keine Rolle“, sagt sie. Sie möchte zwar studieren, aber eigentlich will sie Mutter sein. Und acht Kinder haben. In ihren Kreisen haben alle acht Kinder. Mindestens. Eigentlich wollen sie so viele Kinder wie möglich. Darum geht es doch im Leben einer Frau.

„God sent us Trump“

„Als Trump gewählt wurde, habe ich ein paar Tränen geweint“, sage ich.

„Ich weiß“, antwortet sie leise.

Dann kommen auch die Jungs zum Auto.

Auf dem Nachhauseweg hören wir „Who runs the world? Girls“ von Beyoncé. Ashlie kann den ganzen Text auswendig und singt enthusiastisch mit.

Am nächsten Tag ist Sonntag. Alle sind in der Kirche, und wehe denen, die es nicht sind.

Dem netten Priester ist total feierlich zumute.

„God sent us Trump,“ ruft er mit euphorischer Stimme. Gott hat uns Trump gesandt.

„Let’s have faith that he will bring the much needed change upon us.“ Lasst uns daran glauben, dass er den Wandel bringt, den wir so dringend brauchen.

Die guten Christen halten ihre Hände vor sich gefaltet, schauen fromm und nicken. Ich beuge mich zu Alex hinüber: „Hat er gerade gesagt, dass Trump der neue und bessere ­Jesus ist?“

Er schaut verwundert über meine scheinbar schwächelnden Englischkenntnisse. Ich trenne meine Hände voneinander und falte sie während des gesamten Gottesdienstes nicht mehr. Am anderen Ende der Kirche sitzt Ashlie mit ihrer Familie und grinst zu mir rüber. Sie weiß mal wieder genau, was ich denke.

Auf einem Zeitschriftencover sieht man Hillary Clinton

„Hillary, die russische Spionin“Foto: Paulina Unfried

Nach dem Gottesdienst bin ich bei Ashlies Familie zum Brunch eingeladen. Es ist ein warmer Tag, so um die 25 Grad, und das schöne weiße Haus liegt direkt am See. Die ganze Familie hat sich heute versammelt. Fünf von Ashlies zehn Geschwistern sind älter als sie, keiner ist schon 30, aber alle sind verheiratet und haben Kinder.

Es ist richtig rührend, zu sehen, wie glücklich sich Ashlies Mutter durch das Chaos ihrer Enkel und Kinder bewegt. Ihre eigene jüngste Tochter ist fünf.

Auch mich umarmt sie. Wie immer hat sie für mich extra etwas Vegetarisches gekocht. Sie erzählt mir stolz, dass sie sich jetzt auch einen Twitter-Account eingerichtet hat. Damit sie Donald Trump folgen kann. Sie liest am liebsten @ real­DonaldTrump, weil es ihr bei @ POTUS, dem offiziellen Account des amerikanischen Präsidenten, zu gediegen zugeht. „Endlich mal Informationen aus erster Quelle“, sagt Ashlies Mutter.

„Einmal hat Trump an einem Tag nichts gepostet. Mom war total enttäuscht“, sagt Ashlie und kichert ein bisschen, während alle Erwachsenen am Tisch Platz nehmen.

„Auf unseren Präsidenten“, sagt einer von Ashlies älteren Brüdern.

„Auf einen Rassisten und Frauenfeind stoße ich nicht an und schon gar nicht mit Leuten, die ihn gewählt haben“, zischt Maureen, die älteste Schwester von Ashlie.

„Keine Politik“, sagt Ashlies Mutter. Sie klingt etwas besorgt.

Aber es ist zu spät, Maureen steht auf und stürzt aus dem Raum.

„Was war das denn?“ frage ich Ashlie.

„Es ist schrecklich,“ sagt sie leise, „aber Maureen ist jetzt eine Demokratin.“

„Ach, was?“ antworte ich laut, „Warum wusste ich davon früher nichts?“

„Vor Trump war es noch nicht so extrem und außerdem, denkst du, wir wollen das an die große Glocke hängen?“

Wir hören draußen den Automotor anspringen.

„Pussies fight back“

„Es tut mir leid, dass du das mitbekommen hast“, sagt Ashlies Mutter zu mir beim Aufräumen in der Küche. Dafür sind auch in Minnesota die Frauen zuständig. Sie wäscht schweigend ein paar der Teller ab, die nicht mehr in die Maschine passen. Dann fügt sie hinzu: „Maureen geht nicht mal mehr zur Kirche, kannst du dir so etwas vorstellen?“

Ashlies Mutter sieht unendlich traurig aus.

„Ich will doch nur das Beste für mein Kind“, murmelt sie in sich hinein.

„Die Sache ist die: Wir finden Maureens politische Einstellung nicht toll, aber sie ist diejenige, die unsere Meinung weniger respektiert als wir ihre“, sagt Ashlie, als sie mit einem Stapel neuer Teller hereinkommt.

Na ja, sie hadern schon auch, aber es stimmt: Ashlie hatte auch mich deutlich weniger wegen meiner Meinung verurteilt als ich sie.

Abends klicke ich mich durch Maureens Bilder auf Instagram und sehe, dass sie beim Women’s March und der Anti-Muslim-Ban-Demonstration in Minneapolis dabei war. Man sieht sie Schilder hochhalten: „Pussies fight back“ und „Make Racists afraid again“. Sie und ihr Mann sind Mitglieder einer Bewegung mit dem Namen „Minnesota Resist“, die Widerstand gegen Trumps Regierung leisten will. Ein Bild zeigt die beiden mit ihren zwei süßen Kindern. Da­runter schreibt Maureen, dass sie niemals aufgeben wird, für ein bessere Zukunft für ihre Kinder zu kämpfen. Alle vier lachen auf dem Bild so schön, dass man das Gefühl hat, die Welt sei bereits ein wundervoller Ort.

Auf einem Zeitschriftencover sieht man Donald Trump

„Trump erklärt Diktatoren den Krieg“Foto: Paulina Unfried

Am nächsten Tag hänge ich mit ein paar Freunden am Parkplatz der Tankstelle ab. Wie überall in Minnesota blicken wir auf einen großen See, hören Countrymusik, und die Jungs kauen Tabak.

Dann sehe ich eine Frau mit langen blonden Haaren beim Tanken. Maureen. Ich zögere einen Moment, dann traue ich mich, auf sie zuzulaufen und ihr die große Frage zu stellen.

„Wie hast du es geschafft, aus der politischen Meinung hier auszubrechen?“

Sie sagt, es sei ganz simpel. Sie sei aus dem Dorf herausgekommen, sei gereist, New York, Europa, und unterwegs habe sie sich verliebt. In einen Demokraten. „Vorher konnte ich das Geschwätz meiner Familie noch ausblenden, aber mit Trump wurde es echt zu viel.“ Sie und ihr Mann suchen gerade nach einem Haus, am liebsten in Minneapolis, das ist die einzige Großstadt von Minnesota, dort gibt es viele, die so denken wie sie.

Während sich die meisten Familien in der Realität Mühe geben, Emanzipationsgeschichten und Brüche geheim zu halten, ist das in den sozialen Medien ganz anders: Hier scheint jeder seine Meinung herauszubrüllen.

„Embrace Diversity“

Bei Ted ist das auch so. Er ist der Großvater der Familie, in der ich während meines Auslandsjahres lebte. Damals hat er nie offen darüber gesprochen, dass er für Clinton war. Und ich war nie auf seinem Facebook-Profil. Letztens postete Ted einen Artikel der New York Times, in dem Trumps „Muslim Ban“ heftig kritisiert wurde. Darunter kommentierte einer seiner besten Freunde: „Es ist schlau, dass du versuchst, dich zu bilden, doch dumm, dich dabei auf solche Fake News zu beziehen.“

Daraufhin wurde Ted wütend und es entbrannte ein riesiger Streit, der damit endete, dass die beiden sich über Facebook gegenseitig als „White Trash“ und „Hillbilly“ beschimpften. Seitdem reden sie in der wirklichen Welt kaum mehr miteinander, und wenn, dann nur da­von, was die Kinder so machen.

Ich treffe Ted an einem Dienstag bei „Dairy Queen“. Er ist Mitte 60, war früher Bürgermeister unseres Dorfs und sagt gern, er habe es „eigenhändig vorangebracht“. Jetzt arbeitet er an meiner ehemaligen Highschool und hat heute sein „Embrace Diversity“-T-Shirt an, also übersetzt so was wie: „Heiße Vielfalt willkommen“. Das müssen alle Schulangestellten dienstags tragen. Natürlich sind 99 Prozent der Leute an der Schule Weiße.

„Trump is a fucking idiot“, sagt Ted. Er gehört zu den wenigen im Dorf, die nicht „freaking“ sagen. Er hält das für verlogene Etikette und gilt insgesamt als schwierige Persönlichkeit. Mehr als 40 Leute haben ihm auf Face­book die Freundschaft gekündigt, seit er dort Stellung gegen Trump bezieht.

Eine triste Tankstelle, keine Menschen, dicke Wolken am Himmel

Oft hing Paulina Unfried mit Freunden an der Tankstelle ab. Bei Countrymusik, die Jungs kauten TabakFoto: Paulina Unfried

2016 war das erste Mal in seinem Leben, dass er demokratisch gewählt hat. „Clinton hat meine Stimme bekommen, weil ich mich mit Politik auskenne und meine religiösen Prinzipien nicht so stark sind, dass sie meinen Verstand ausschalten“, sagt er. „Schon irgendwie skurril, viele hier dachten, Trump wird uns und unsere Familien stärken, dabei hat er das Gegenteil bewirkt, er hat einige von uns weiter voneinander entfernt“.

Ich frage ihn, wann die Leute hier anfangen werden, Trump und seine Politik kritischer zu sehen.

„Es geht hier um den amerikanischen Stolz“, sagt er. „Die Leute werden sich nicht eingestehen, dass Trump schrecklich ist. Und dass sie Idioten sind, weil sie ihn gewählt haben.“

Es ist ganz schön paradox: Ich habe von diesen Menschen mühsam gelernt, andere Posi­tionen zu respektieren. Und jetzt, ein Jahr später, fällt ihnen das selbst schwer. Es ist auch paradox, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Konservativen in manchen Aspekten nicht sogar liberaler sind als die scheinbar Progressiven. Weil mein Eindruck ist, dass sie Gegenargumente eher ertragen.

Trumps Wahlsieg hat Freundschaften zerstört und Familien gespalten, er hat sie nicht wieder „groß“ gemacht, sondern kleiner.

„Mein Mann und ich fragen uns jetzt oft, was wir in der Erziehung von Maureen falsch gemacht haben“, hat Ashlies Mutter zu mir an dem Abend in der Küche gesagt.

Dann hat sie geweint.

Quelle: Nach dem Austauschjahr in den USA: Zurück in Trump-Land

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Streicheleinheiten inklusive: Einmal Katze und Kuchen, bitte

Morgen eröffnet Hamburgs erstes Café, in dem die Tiere zum Konzept gehören. Fast ausschließlich vegane Speisen.

Hamburg.  An Cafés herrscht in Hamburg wahrlich kein Mangel. Bald kann man aber nicht nur Latte macchiato und Espresso trinken, sondern dabei auch noch mit Katzen schmusen – vor-ausgesetzt, man hat keine Tierhaarallergie. Denn am Freitag öffnet Hamburgs erstes Katzencafé seine Türen. Das Café Katzentempel gibt es schon in München und Nürnberg, Hamburg kommt nun als dritter Standort dazu.

Sechs Katzen streifen hier ab Freitag zwischen den Gästen umher, die vegane Kuchen und Speisen sowie unterschiedliche Kaffee-Kreationen serviert bekommen.

So kommen Sie hin

„Ich wollte mich schon immer selbstständig machen“ sagt Rilana Rentsch, die alleinige Geschäftsführerin des Cafés. „Das war praktisch eine Blitzexistenzgründung“, sagt die 29-Jährige. Im November vorigen Jahres hat Rentsch ihren vorherigen Job gekündigt und das Katzencafé in München kontaktiert, von dem sie dann die Lizenz für ihren eigenen Katzentempel erworben hat.

Das erstaunliche Konzept, Café und Katzen zu kombinieren, stammt ursprünglich aus Asien. In Taipeh, der taiwanesischen Hauptstadt, hat bereits 1998 das erste Katzencafé eröffnet. Rentsch hält diese Cafés jedoch für zu kommerziell, denn meist seien es Touristenattraktionen.

Bei Rentsch steht der Tierschutzgedanke im Vordergrund: „Alle sechs Katzen sind von Tierschutzorganisationen gerettet worden.“ Fünf der Katzen stammen aus Irland und wurden dort von der Organisation Puss in Boots gerettet. Kara Schott und ihre Mutter haben die Organisation gegründet und pflegen dort Katzen und Hunde, die ausgesetzt worden sind.

Alle Tiere sind sehr zutraulich

„Wir haben natürlich darauf geachtet, dass wir keine traumatisierten Katzen nach Hamburg gebracht haben. Bis auf eine sind alle sehr zutraulich“, sagt Kara Schott, die in Hamburg lebt. Sollte den Katzen der Trubel im Café doch einmal zu viel werden, haben sie drei Rückzugsorte, zu denen Gäste keinen Zutritt haben: einen zum Schlafen, einen mit dem Katzenklo und einen Ort zum Fressen.

Vor der Eröffnung des Cafés musste Rentsch auch die Zustimmung des Veterinäramts und der Lebensmittelhygiene einholen. „Bevor ich den Mietvertrag unterschrieben habe, wurde die Location erst mal geprüft“, sagt Rentsch. Viele Elemente des Ladenkonzepts wurde aus dem Café in München übernommen. Von 10 bis 20 Uhr hat das Lokal geöffnet, die Katzen werden von 7 bis 23 Uhr betreut und sind damit nur wenige Stunden allein im Laden. Ins Freie dürfen die Katzen jedoch nicht, laut Rentsch haben sie aber in dem umgebauten Kiosk genügend Platz, um sich auszutoben oder zurückzuziehen.

Und was ist, wenn eine Katze auf dem Tisch den Kuchen klauen will? „Dann greifen wir natürlich ein“, versichert Rentsch. Das Essen sei aber eher uninteressant für die Tiere, denn alle Speisen sind vegan – und Katzen seien bekanntlich Fleischfresser. „Nur bei der Kuhmilch für unsere Kaffeekreationen haben wir eine Ausnahme gemacht“, so Rentsch. Alles andere von Frühstück über Lunch und Kuchen bis hin zum Abendessen sei alles vegan. „Ich will mit dem Café auch den Veganismus an die Leute bringen“, sagt Rentsch.

Tiere dürfen nicht hochgehoben werden

Damit das Café auch für die Katzen angenehm ist, müssen die Gäste sich an einige Regeln halten. Die Tiere dürfen nicht hochgehoben, gefüttert, gejagt oder mit Blitz fotografiert werden. Die Katzen sollen sich zu Hause fühlen und nicht belästigt werden, „dann kommen sie auch ganz von allein bei den Gästen zum Schmusen“, erklärt Rentsch. Seinen eigenen Hund oder seine Katze darf man ebenfalls nicht mit in das Lokal nehmen. „Das würde die Katzen stressen, wenn hier ein fremdes Tier ins Café kommt“, sagt die Café-Betreiberin.

Die Resonanz für das neue Café sei groß, die Reservierungen trudelten bereits ein: „Besonders für die ersten Tage und Wochen, speziell am Wochenende, sollte man unbedingt reservieren“, sagt Rentsch, am besten mindestens zwei Tage vor dem geplanten Besuch. Sie möchte sichergehen, dass niemand enttäuscht wieder gehen müsse.

Alle sind willkommen

Zielgruppe sind laut Rentsch Menschen, die gerne ein Haustier hätten, aber keine Zeit haben, um sich darum zu kümmern. Im Katzencafé können sie dann gemütlich an den zusammengewürfelten Tischen und Stühlen sitzen, Kaffee genießen und dabei mit den Tieren kuscheln. „Natürlich sind auch alle anderen Tierfreunde bei uns willkommen“, versichert Rentsch.

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Quelle: Streicheleinheiten inklusive: Einmal Katze und Kuchen, bitte

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Prof. Rainer Mausfeld: Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert?

Prof. Rainer Mausfeld: Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert? – YouTubeIn diesem Video erklärt der Professor für Allgemeine Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, wie die Demokratie durch Meinungsmanagement gesteuert wird. Dabei spannt er einen Bogen, beginnend vor rund 200 Jahren bis in die Gegenwart.

Quelle: Geraspora*

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Riot Medics Berlin

„Das Spiel ist jetzt vorbei!“ – Statement der Riot Medics Berlin zur Nacht vom 07. – 08.07.2017 im Hamburger Schanzenviertel
Als Gruppe Riot Medics waren wir während des G20-Gipfels in Hamburg seit Donnerstag, 6. Juli auf den Straßen unterwegs. Mit signalfarbenen Uniformen waren wir als Sanitäter_innen zu erkennen und jederzeit ansprechbar. Wir standen verletzten Menschen bei und übernahmen die medizinische Erstversorgung in Situationen, in denen offizielle Rettungsdienste keine Versorgung gewährleisten konnten.
Wir verstehen uns nicht als politischer Akteur, die Einschätzung dieses Wochenendes überlassen wir anderen. Nach einigen Tagen irritierender Presseberichterstattung sehen wir allerdings die Veröffentlichung eines Gedächtnisprotokolls aus der Freitagnacht zum Polizeieinsatz im Hamburger Schanzenviertel dringend geboten.
Als sich am Freitagabend die Situation auf der Schanze zuspitzte und auch für uns unübersichtlicher wurde, richteten wir mit Hilfe der Berliner Left-Demo-Medics und der Bewohner_innen eines Hauses auf dem Schulterblatt eine Versorgungsstation in einem Hausflur gegenüber der Lerchenstraße ein. Dorthin konnten wir verletzte Personen aus akuten Gefahrenzonen bringen, untersuchen, behandeln, gegebenenfalls Kontakt mit Rettungsdiensten aufnehmen und ihren Abtransport organisieren. Letzteres wurde aufgrund von Polizeisperren und Barrikaden im Laufe des Abends zunehmend schwieriger.
Als kurz nach Mitternacht das Gebiet von Polizei-Einheiten gestürmt wurde, beschlossen wir, im Haus zu bleiben. Mit uns im Haus befanden sich zahlreiche Patient_innen, die weiterführende medizinische Versorgung in einem Krankenhaus benötigten, sowie deren Angehörige. Insgesamt waren es etwa 18 Personen. Darunter war ein Patient, dessen Zustand es erforderte, ihn liegend ins Krankenhaus zu transportieren. Versuche, einen Krankenwagen auch nur in die Nähe der Schanze zu bekommen, waren erfolglos gescheitert und so warteten wir im Hausflur, bis sich die Situation auf den Straßen wieder beruhigen würde.
Etwa um 00:50 Uhr, nachdem offenbar einige Straßen von Barrikaden geräumt wurden, verließen drei der Sanitäter_innen das Haus, um ihren Heimweg anzutreten. Vor der Haustür trafen sie auf eine Gruppe von Beamten einer nicht näher erkennbaren Spezialeinheit der Polizei, die sich dem Hauseingang näherte. Sie wiesen die Beamten darauf hin, dass sich in diesem Hausflur Sanitäter_innen und Verletzte befänden.
Im Hausflur selbst kam kurz darauf ein Bewohner die Treppe hinunter und sagte, er sei von der Polizei angewiesen worden, die Haustür von innen zu öffnen. Nachdem er die Tür öffnete, betraten mehrere mit Maschinengewehren bewaffnete Spezialkräfte den Flur, befahlen uns die Hände zu heben, einer von ihnen rief: “Das Spiel ist jetzt vorbei”. Direkt hinter der Eingangstür lag der schwerverletzte Patient eingewickelt in Rettungsdecken mit laufender Infusion. Im Erdgeschoss sowie auf den Treppenstufen saßen ausschließlich markierte Sanitäter_innen, in den oberen Stockwerken warteten weitere Patient_innen.
Mit Sturmhauben und ballistischen Westen ausgerüstet zielten die Spezialkräfte auf Köpfe und Oberkörper mehrere Sanitäter_innen im Treppenhaus. Sie forderten uns auf, uns nicht zu bewegen und die Arme oben zu halten, sonst würden sie von ihren Schusswaffen Gebrauch machen. Die grünen Laser-Zielhilfen aus den Gewehrläufen blieben über die gesamte Zeit auf die Oberkörper derjenigen gerichtet, die im Erdgeschoss und im Treppenhaus für die Polizisten sichtbar waren.
Zwei Sanitäter und eine Ärztin, die bei dem schwerverletzten Patienten am Hauseingang geblieben waren, wurden aufgefordert, den Patienten aus dem Haus zu tragen. Er sollte hinter einem gepanzerten Polizeifahrzeug abgelegt werden. Die zwei Sanitäter sollten sich mit den Händen an eine Hauswand und auseinander gespreizten Beinen aufstellen. Währenddessen waren aus einem anderen Haus mehrere Detonationen und Ramm-Geräusche zu hören. Einem der Sanitäter wurde der Lauf einer Waffe in den Rücken gedrückt mit den Worten „Augen nach links, oder es knallt“. Die Ärztin blieb bei dem Patienten, bis wir aufgefordert wurden ihn zu einem RTW außerhalb der Polizeiabsperrung zu bringen.
Wir übrigen im Hausflur verbliebenen Menschen wurden aufgefordert, langsam und mit erhobenen Händen nach unten zu gehen. Während die Zielfernrohre auf uns gerichtet blieben, mussten wir einzeln das Haus verlassen. Einige wurden abgetastet, durchsucht und bei erneuter Androhung des Schusswaffengebrauchs zur absoluten Kooperation genötigt.
Nach Verlassen des Hauses wurden wir nicht weiter beachtet. Wir blieben auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen und warteten das Ende des Einsatzes ab. Was sich währenddessen und anschließend im Haus abspielte, entzieht sich unserer Kenntnis. Nach etwa 30 Minuten, als die die Spezialkräfte das betreffende Haus verlassen hatten, durften wir zurück in den Hausflur gehen um unserer Ausrüstung zu holen. In Begleitung von Polizeibeamten wurden wir schließlich in Richtung Neuer Pferdemarkt bis vor die Polizeikette geführt.
Die Situation ging für uns am Ende glimpflich aus. Dennoch standen die meisten der im Haus befindlichen Sanitäter_innen unter Schock und mussten ihre freiwillige Arbeit für den Rest des Wochenendes beenden. Mindestens drei Personen nahmen daraufhin psychologische Nothilfe in Anspruch.
Bereits rund um die zerschlagene Demonstration am Donnerstag bekamen wir Helfende ein hohes Maß an Gewalt und Brutalität zu sehen. Gegen Mauern gedrückte Menschen, panisch fliehende Männer und Frauen. Das Erlebnis auf uns gerichteter Maschinengewehre wird darüber hinaus ein einschneidendes bleiben. Und es wirft für uns die Frage auf, ob bei der bisherigen medialen und politischen Aufarbeitung der Geschehnisse eine ausreichende Auseinandersetzung mit der Verhältnismäßigkeit des Einsatzes bewaffneter Polizeikräfte stattfindet.
Riot Medics Berlin

"Das Spiel ist jetzt vorbei!" – Statement der Riot Medics Berlin zur Nacht vom 07. – 08.07.2017 im Hamburger…

Posted by Riot Medics Berlin on Sonntag, 16. Juli 2017

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G20-Drehbuch per Twitter: „Das Wunder von Hamburg“

Aus einem Tweet zu G20 entsteht auf Twitter der Plot für die beste deutsche TV-Serie, die nie gedreht werden wird. Oder doch, ZDF?

Der Rauch über den Barrikaden in Hamburg hatte sich noch nicht ganz verzogen, da schlug Twitterin „Nicht Steffi @sefa_nie“ die Verfilmung des Dramas vor. „Idee: ZDF-Film, Titel ‚Das Wunder von Hamburg‘: Anna (Veronika Ferres) will während G20 nur kurz zu Edeka, verhindert unterwegs Plünderungen“, schrieb sie bei Twitteram Montag – und löste damit im Laufe der Woche ein Ideenfeuerwerk aus, das mittlerweile locker für eine ganze Serie reichen würde.

Die taz hat die wichtigsten Vorschläge herausgefiltert und leicht sortiert, damit die Spielfilmredaktion des ZDF für ihr nächstes Projekt nicht so lange suchen muss:

Der Plot

@sefa_nie: „Idee: ZDF-Film, Titel ‚Das Wunder von Hamburg‘: Anna (Veronika Ferres) will während G20 nur kurz zu Edeka, verhindert unterwegs Plünderungen“

@fernsehchat: „… hilft danach beim Aufräumen und trifft danach Bernd, Polizist, die Liebe ihres Lebens.“

@sefa_nie: „…für den sie Mark, ihren Arschlochehemann, verlässt. Bernd ermutigt sie daraufhin, als Kanzlerin zu kandidieren.“

@ShorthandedNews: „Herzzerreißend die Szene, als sie sich zufällig im Autohaus treffen.“

@gruenegabi: „…und gerade noch das Abfackeln des schönen neuen Autos verhindern… fahren damit in den Sonnenuntergang.“

@UliBecher: „Doch nur kurz – die Kandidatur wartet schließlich auf sie und nach zwar intrigendurchsetzter letztlich erfolgreicher Wahl zahllose Aufgaben.“

@ThomasMichael71: „Verliebt sich in einen Vermummten, dem die Maske herunterrutscht, als er ihre Wassermelonen aufhebt. Macht ihn nachdenklich. Hochzeit!“

@eulenfrisch: „Anna lernt mitten der Schlacht den Undercover Polizisten Mathias Brandt kennen der durch den Steineschmeißer Ingo Naujocks auffliegt.“

@K_Luep: „Gemeinsam retten sie eine kleine Katze vorm Wasserwerfer. Der gefühlskalte Arschlochehemann ist enger Mitarbeiter von Olaf Scholz“

@MobiTigger: „und mittendrin der Polizist, hin und her gerissen zwischen Hörigkeit dem Staat gegenüber und der Menschlichkeit – Daniel Brühl.“

@82rockabilly: „Auf dem Heimweg fängt sie heldenhaft einen vom Dach geworfenen molli auf so dass dieser glücklicherweise nicht auf einen Wasserwerfer landet“.

@Farnkraut: „…und verliebt sich in einen Pizzaboten.“

Flüchtlinge und Weltfrieden

@MBermeitinger: „Ich glaube, dass sie sich in einen gut aussehenden italienischen Chaoten verliebt, der der Gewalt abschwört. Dann retten sie ein Kind.“

@StabeUlf: „Es ist ein unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan. Sie wollen es adoptieren, doch da erscheint die leibliche Mutter, die …“

@MBermeitinger: „…dann mit d. Paar an d. Spitze einer bunten Tanzdemo z. G20 zieht + eine Rede hält. Putin + Trump weinen. Weltfrieden“

@Sociopathblog: „Die Geister von Helmut Schmidt und Mutter Teresa, die im Himmel ein Paar wurden, ermuntern Anna nun Putin und Trump zu trauen. #Ehefueralle“

@AAmuc: „Als Tochter eines Kohlenhändlers fühlt sie sich zum Schwarzen Block hingezogen.Der schwarze Kapuzenpulli war ja die Berufskleidung d. Vaters“

@EvaDahlmann: „Total unglaubwürdig, solange die Ferres nicht auch noch die herunter gewirtschaftete Reederei ihre tragisch verstorbenen Vaters rettet…“

@robalef: „Unterwegs bringt sie den einsatzleiter und den dj im autonomen lautsprecherwagen zusammen: zwillinge, bei der geburt getrennt“

@WMMAMM: „Und kommt wieder mit ihrem Ex-Mann und Vater ihrer Kinder zusammen, der Polizist beim G20-Einsatz ist.“

@WildEastBerlin: „Plottwist: Sie wird für einen Nazi gehalten und in die Rote Flora verschleppt“

@disgusti: „Und mit Uwe Ochsenknecht als Schwarzer Block.“

Wo bleibt Til Schweiger?

@christophnebgen: „Anna ist hin- und hergerissen zw. d. sympathischen Sponti (M. Bleibtreu) u. d. harten Cop (Til S.), heiratet a.E. d. Fililaleiter (J. Krol).“

@ihoelt: „Ich hatte schon kurz befürchtet, niemand würde Til S. ins Spiel bringen“

@LamarEtHenry: „TIL.S pflegt sie wieder gesund und sie schwimmen die Elbe hinab in den Sonnenuntergang.“

@KerstinSchmidt2: „Bei all den Ideen fehlt noch, das adoptierte Waisenkind, dessen Mutter auf der Flucht mit ihm aus Syrien kurz vor Hamburg gestorben ist.“

Weitere Taten der Heldin

@newborl: „Unterwegs müsste sie auf jeden Fall noch einen verletzten Vogel retten und das Bernsteinzimmer finden.“

@sefa_nie: „…sowie die Berliner Mauer zu Fall bringen, die in der Zwischenzeit (Teil 2-3) spontan wieder aufgebaut wurde.“

@newborl: „eigenhändig mit einem Presslufthammer!“

@Bwaaaaak: „Könnte The Hoff die nicht wieder niedersingen?“

@newborl: „Aber nur, wenn sich zwischendrin rausstellt, dass er der vermisste und im Krankenhaus vertauschte Zwillingsbrudi von ihr ist.“

@newborl: „Als er die Mauer umgesungen hat, wird er von einem Brocken getroffen und sind muss vor Ort eine Hirn-OP durchführen, schließlich. Kein Problem für Sie, denn bevor sie was mit Medien machte, hat sie 1 1/2 Semester Medizin studiert.“

Weitere Gastrollen

@grumpy_bear23: „Ist Guido Knopp mit im Boot?“

@sefa_nie: „Ja natürlich, irgendwo auf jeden Fall.“

@FotoRagazzo: „Und als Journalistin eines Boulevardblattes vllt Ina Müller, bloß nicht die Schöneberger.“

@gereonas: „Franz Xaver Kroetz bekommt einen Kurzauftritt als Reporter Baby Schimmerlos, dem überraschend vom BKA die Akkreditierung entzogen wird.“

@twielerin: „Und Heino Ferch? Macht der den #Dudde?

@sefa_nie: „Der kann mehrere Rollen auf einmal übernehmen, Weltschauspieler!“

@ria612: „Jürgen Vogel als bester Kumpel des männlichen Hauptdarstellers sorgt für die Lacher und verliebt sich in Annas beste Freundin“

@tremoniacerveza: „Man vergaß die Rolle des schon leicht debilen Reederei Vaters mit D.Hallervorden zu besetzen, schließlich will der Jhrg.1950 auch weinen“

@dkdenz: Da ist doch bestimmt noch ’ne Rolle für Natalia Wörner als Möbelverkäuferin drin, oder?“

@Elsa_Kreter: „Und Elias M. Barek von gibt wieder den sympathischen gut integrierten Türken von nebenan?“

@mariobeyer: „Heino Ferch als Fleischfachverkäufer Martin!“

@AndreasWendt: „Ja aber was ist mit dem Blumenladen von Stefanie Stappenbek?“

@HjP2014: „Könnte man Markus Lanz noch irgendwie einbauen?“

@sefa_nie: „Najaaa ok, der kann das Making-Of kommentieren“

@fetter_nerd: „Und wo ist Hitler in dieser Geschichte?“

@stadtwildnis: „Ich würde mir den anschauen, unter der Bedingung, das Corinna Harfouch (die deutsche Meryl Streep!) Merkel spielt“

@ScarlettDan: „Bitte vergesst das gerettete, wohlerzogen, süße Kleinkind nicht, das für spontane Lacher und Weisheit sorgt“

@KatinaLatina: „Ich scrolle und scrolle …. und niemand denkt an Katja Riemann? Wie kann das denn sein?“

@blablubb0r: „Aber warum, warum gerade die Ferres?“

@sefa_nie: „Weil es IMMER die Ferres ist. Oder die Neubauer natürlich.“

@blablubb0r: „Das macht’s nicht wirklich besser“

@sefa_nie: „Natürlich nicht, aber es war ja von Anfang an nicht gut“

Das große Fest

@neb68: „Sie verliebt sich in den vermummten Prinzen und verteilt in der Schlußszene die Lebensmittel des geplünderten Edeka an 10.000 Bedürftige.“

@sefa_nie: „Bedürftige Plünderer!“

@neb68: „… und müde, hungrige Polizisten; und alle feiern zusammen ein großes Fest.“

@AvantGarden74: „Sie rettet Melania beim Konzert in der Elphi vor Donald, der Europa daraufhin via Twitter den Krieg erklärt. Abspann. Fortsetzung folgt.“

@Quadrateule: „Es sollte unbedingt einen Zwischenstopp auf der Titanic geben, die irgendwie gerade im Hamburger Hafen liegt. Kreuzfahrtterminal.“

Es fehlen noch Tiere

@myrkwaldr: „Hast du nicht die beinah Insolvente Biobäuerin mit dem dreibeinigen Hund vergessen?“

@elkeraberg: „….irgendwas mit Adel und Ponyhof fehlt noch. Vielleicht mit dem Pony zu Edeka reiten und dabei noch das Auto eines Grafen retten. Kussfinale“

@sefa_nie: „Wie konnten wir alle bisher den Immenhof vergessen?? Damn.“

@elkeraberg: „und alle sammeln für Ethelbert, sein Fahrrad wurde ja vom schwarzen Block angezündet…“

@iCaramba: „Nur echt, wenn ein Hund in letzter Sekunde vor den Flammen flieht.“

Der schwule Heiko

@Dr_Stahl_: „Und Sky DuMont spielt den Polizei-Einsatzleiter,der sich in sie verliebt, aber nicht lieben darf, weil er ja mit seinem Mann verheiratet ist“

@sefa_nie: „Ok wir haben schon einige Anwärter für den secret lover, da müssen wir anscheinend echt noch casten“

@Dr_Stahl_: „Hey, aber Sky DuMont. Verstehste? Er ist Chehef. Und mit nem Mann verh. Weil „Ehefüralle“-Bezug, und so. Voll im Trend.“

@euerMaedchen: „Oder Sky Dumont spielt den Noch-Ehemann von Anna, stellt aber fest dass er schwul ist und heiratet Heiko mit dem er schon ein Jahr fremdgeht“

@Dr_Stahl_: „Welchen Heiko? Grundsätzlich bin ich einverstanden. Es kommt aber doch darauf an, jetzt den richtigen Heiko zu benennen.“

@Dr_Stahl_: „Ich dachte, es sei ein echter Heiko. Vllt sogar ein Maass. Hmm… Nun muss ich erst einmal neu denken…“

Wo soll das alles enden?

@diealge: „Mist, ich bin raus, die Ereignisse überschlagen sich. Wer wird der männliche, starke, aber doch auch sehr sensible Polizist?“

@sefa_nie: „Pssst, aber: ich hab auch den Überblick verloren. Ich glaub, Sky du Mont oder Benno Führmann“

@MatthiasPump: „Wenn ich mir das alles so durchlese, wird es sowas wie ein GZSZ-Verschnitt mit Starbesetzung und Actioneinlagen wie bei Stirb langsam 3?“

@sefa_nie: „In etwa dieses Level von Fremdschämen peilen wir anscheinend an, ja“

@Beschwerdinator: „Das wird StarWars, Harry Potter und vor allem die Lindenstraße bei weitem in den Schatten stellen… Wann läuft die erste Staffel noch mal?“

@FotoRagazzo: „Letzte Szene: Frühstück nach Aufräumaktion auf d.Landebahn Flughafen. Mit Franz- u. Fischbrötchen. Und Nutella, Käsekuchen u. Kaffee. OFF.“

Quelle: G20-Drehbuch per Twitter: „Das Wunder von Hamburg“

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USA, Land der Apokalypse

Die biblischen Erzählungen von Endzeit und Gottesreich sind amerikanische Urmythen. Doch mit dem apokalyptischen Denken von Donald Trumps Beratern setzt sich ein neuer Geist durch.

Von Jörg Häntzschel

Inaugurations-Reden sind üblicherweise Pathosopern, deren Hauptzweck darin besteht, die politischen Gegner zu umarmen, im Inland Optimismus zu verbreiten und im Rest der Welt guten Willen. Was also war bei Donald Trump los? „Rostige Fabriken stehen verstreut in der Landschaft … wie Grabsteine“, tönte er. „Verbrechen, Gangs und Drogen haben viel zu viele Leben gestohlen.“ „Der Reichtum der Mittelklasse wurde aus ihren Häusern gerissen.“ „American carnage“, amerikanisches Blutbad, war der Begriff, mit dem er die Realität seines Landes zusammenfasste. Er hielt eine Rede, die wirkte wie dekoriert für Halloween. Seit dem Wahlkampf setzt Trump diese Gothic-Rhetorik fort: Die Zahl der Morde sei auf dem höchsten Stand seit 47Jahren, sagte er kürzlich, obwohl sie 2014 auf dem niedrigsten Stand war. Ohne sein Einreiseverbot drohe unmittelbare Gefahr für das Land, meint er, obwohl kein Angehöriger der sieben Staaten in den USA je einen Terroranschlag begangen hat.

Doch das ist nur die eine Hälfte des Narrativs. Die andere, ebenfalls aus Trumps Rede vom 20. Januar, lautet: „Von diesem Tag an wird eine neue Vision unser Land führen.“ „Wir stehen an der Geburt eines neuen Millenniums, bereit, die Geheimnisse des Weltalls zu erschließen, die Erde vom Elend der Krankheiten zu befreien, die Energiequellen, Industrien und Technologien von morgen zu erschließen.“ Die Lage sei ernst, doch Amerika sei ja geschützt, durch Militär, Polizei und Gott.

Vielleicht meinte Trump mit „Millennium“ nur das dritte Jahrtausend. Viele seiner Anhänger werden etwas anderes verstanden haben: das 1000-jährige Reich Gottes nämlich, von dem in der Offenbarung des Johannes die Rede ist. Trump ist der am wenigsten religiöse Präsident der letzten Jahrzehnte. Aber wie kein anderer hat er seinen politischen Durchmarsch auf die Apokalypse-Vorstellung gegründet, den biblischen Mythos, der zum amerikanischen Nationalmythos geworden ist.

In den USA hat man die Apokalypse immer wörtlich verstanden

Viele Europäer haben nur noch vage Vorstellungen von der biblischen Apokalypse-Erzählung. Sie würden das Wort mit Weltuntergang übersetzen und ihn sich ausmalen wie den Untergang eines Schiffs, als finale Katastrophe. Für sie ist die Weltuntergangsangst so mittelalterlich wie die Vorstellung von der Erde als Scheibe. Umso schockierender war es, als im 20. Jahrhundert mit dem atomaren Wettrüsten das Weltuntergangsszenario als reale Gefahr auch für Aufgeklärte zurückkehrte.

Die apokalyptische Erzählung der Offenbarung mit der Endzeit, der Großen Trübsal, dem Zweiten Kommen von Jesus Christus und dem Millennium, also dem Tausendjährigen Reich, das dieser Wiederkunft folgen soll, wird in europäischen Kirchen meist nur noch allegorisch verstanden. Die „prämillenaristische“ Vorstellung einer düsteren Ära der Katastrophen, die dem paradiesischen Millennium vorausgeht, und vor der, so glauben einige, Jesus die guten Christen zu sich in den Himmel holt, ist von viel unverbindlicheren und optimistischeren Interpretationen verdrängt worden: Nach der „postmillenaristischen“ wirken die Christen selbst an der Errichtung des Gottesreichs mit, in dem wir bereits leben, und bereiten damit den Boden für die Wiederkehr Jesu. Nach dem gängigen „amillenaristischen“ Verständnis ist das Reich Gottes ohnehin nur symbolisch zu deuten.

Ganz anders ist es in den USA. Unter den puritanischen Siedlern war der Glaube verbreitet, man habe die Endzeit im heimischen England bereits erlebt und stehe nun mit der Ankunft in Amerika am Beginn des 1000-jährigen Gottesreichs. Sie kombinierten also die zeitliche Abfolge der Ereignisse, von denen in der Bibel die Rede ist, mit einer räumlichen Dimension. Das „Neue Jerusalem“ war kein Zeitalter, sondern ein Ort, der amerikanische Kontinent, und die Siedler hatten die Mission, es aufzubauen. Der Mythos wurde immer wieder gedreht und gewendet. Über weite Strecken der Geschichte traten die dramatischeren apokalyptischen Aspekte in den Hintergrund. Was blieb, war die Vorstellung von Amerika als „God’s Own Country“, einem göttlich privilegierten Ort, und „Shining City on a Hill“, einem leuchtenden Vorbild für die Welt. Die Apokalypse-Vorstellung wurde zum Kern der Nationalmythologie. Der Ideenhistoriker und Philosoph John Gray spricht von der „Amerikanisierung der Apokalypse“.

Amerikanische Politiker haben in Krisenzeiten immer wieder auf diese Idee zurückgegriffen. Sie diente dazu, eine zusammengewürfelte Bevölkerung zu einen; rechtfertigte das Abschlachten der Indianer; machte die Unbill der Kolonisierung erträglicher, indem es die Besiedelung des Westens in eine universale Mission einbaute; und kompensierte Amerikas Vergangenheitslosigkeit durch eine aus der Zukunft hergeleitete Teleologie.

Die Neocons wollten Amerikas Werte in der Welt durchsetzen. Sie sind gescheitert

Und auch die bedrohlicheren Elemente des Mythos wurden bei Bedarf immer wieder abgerufen. Im Wahlkampf 1912 rief Theodore Roosevelt seinen Unterstützern zu: „Wir stehen vor dem Armageddon und wir kämpfen für den Herrn.“ George W. Bush sprach vom 11. September 2001 als „Tag des Feuers“. Und Al Gore warnte vor dem Klimawandel mit den Worten: „Die (apokalyptischen) Reiter machen ihre Steigbügel fertig.“ Die Apokalypse-Idee mobilisiert nicht nur für den Kampf Gut gegen Böse, sie produziert auch moralische Eindeutigkeit. Mit dieser Idee wurde im Kalten Krieg zwischen USA und dem „Evil Empire“ (so nannte Reagan 1983 die Sowjetunion) Geopolitik gemacht.

Nirgends auf der Welt wird die Apokalypse so buchstäblich verstanden wie in den USA

In säkularer Form ist die Vorstellung dieses Endkampfs und die von der Zerschlagung des Bestehenden in der Hoffnung auf den folgenden paradiesischen Zustand, die Grundlage jeder Utopie. Französische Revolution, Kommunismus, Hitlers„Tausendjähriges Reich“, sie alle stützten sich auf apokalyptische Ideen.

Doch nirgends auf der Welt wird die Apokalypse so buchstäblich verstanden, nirgends ist sie so präsent wie in den USA. Alle Kirchengründungen, die Adventisten, die Mormonen und die Zeugen Jehovas, stellen sie ins Zentrum ihrer Lehre. Auch die Popkultur ist davon durchdrungen: von naiven Heilsgedanken („Heal the world, make it a better place, for you and for me and the entire human race“) bis zu den Untergangs- und Errettungsplots der Katastrophenfilme. In der 16-bändigen Romanserie „Left Behind“ (deutsch: „Finale – Die letzten Tage der Erde“) wird die biblische Apokalypse in Thriller-Manier nacherzählt. Die Romane haben sich 65 Millionen Mal verkauft und sind Fundament eines christlich-fundamentalen Medienimperiums mit etlichen Spin-off-Serien, 40 Kinderbüchern, Filmen und Videospielen, die von nichts handeln als der Endzeit.

Nach dem Untergang der Sowjetunion hätte Amerika sich als Sieger fühlen können. Doch das genügte nicht. Es galt, das eigene System aus Demokratie und Kapitalismus weltweit durchzusetzen. Das war der heilige Auftrag der Neocons. Der 11. September kam ihnen, so gesehen, gar nicht ungelegen. Und dass die Terroristen im Namen des Islam auftraten, erlaubte der Bush-Regierung nun ebenfalls offen zu ihrer religiösen Inspiration zu stehen. „Das apokalyptische religiöse Denken ist … ohne säkulare Tarnung zu einem bestimmenden Faktor der Weltpolitik geworden“, so John Gray. Folter, Präventivkrieg, Drohnenangriffe – für all das lieferte das apokalyptische Denken die Legitimation.

Doch die Neocons sind gescheitert. Die Kriege ließen sich nicht gewinnen, Bagdad und Kabul sind von Frieden und Demokratie weiter entfernt denn je. Und an der Wall Street brach 2008 fast das Finanzsystem zusammen. Amerika, Vorbild der Welt, Befreier Europas von Hitler, Bote der Freiheit – das hatte keine Kraft mehr. Statt mit einer Utopie warb Obama mit tautologischer Hoffnung auf Hoffnung – und selbst diese wurde enttäuscht. Amerikas missionarischer Impetus hat nicht nur den Schwung, sondern auch das Ziel verloren.

Die Zukunft? Amerikanische Wiedergeburt oder „omnizidales Armageddon“

So sieht es auch Stephen Bannon, früher Chef der rechten Krawall-Website „Breitbart“, heute Einflüsterer von Trump und Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat. Doch während andere eine Sinnkrise diagnostizieren, ist die Krise für ihn Teil eines großen, kryptometaphysischen Plans, den William Strauss und Neil Howe in ihrem 1997 erschienenen Buch „The Fourth Turning“ postuliert haben. Die Geschichte, so behaupten sie, verlaufe in 80- bis 100-jährigen Zyklen, die in je vier Phasen geteilt sind. Die vierte dieser Phasen mündet jeweils in einen Krieg: Amerikanische Revolution, Bürgerkrieg, Zweiter Weltkrieg, worauf „The High“, die erste Phase eines neuen Zyklus, eine Phase des Neuanfangs und der Wiedergeburt, beginnt.

 2010 drehte Bannon den Dokumentarfilm „Generation Zero“. Eigentlich geht es da um die Finanzkrise. In Wahrheit beschwört er – untermalt von dräuender Musik, bebildert mit Gewitterwolken, faulendem Gemüse und toten Soldaten an Stränden – den Anbruch jener Krisenphase aus der Pseudowissenschaft von Strauss und Howe. Die Befunde sind teils altbacken, teils überraschend. Von den Hippies, mit denen der Niedergang begann, führt ein Weg zur Bankenkrise. Und die ist Vorbote eines fürchterlichen Kriegs, den Bannon nicht so sehr zu fürchten als herbeizusehnen scheint. Es gab andere Apokalyptiker im Weißen Haus, aber noch nie einen radikalen Untergangsprediger wie ihn.

„Der Jüdisch-Christliche Westen bricht zusammen“, erklärte er 2011. „Wir sind in einem 100-jährigen Krieg gegen den radikalen Islam.“ 2016 prophezeite er: „In den nächsten fünf bis zehn Jahren ziehen wir in den Krieg im Südchinesischen Meer.“ Und im Vatikan sagte er: „Wir befinden uns in einem offenen Krieg gegen dschihadistischen, islamistischen Faschismus.“

Strauss und Howe sehen unterschiedliche Ausgänge für die gegenwärtige Krise: Amerikas Wiedergeburt, seinen Untergang, das Ende der modernen Gesellschaft und das Ende der Menschheit in einem „omnizidalen Armageddon“. Krieg ist also unausweichlich, er ist schon im Gange, und je früher man das erkennt, desto größer die Chancen, den Feind, „radikalen islamischen Terrorismus“, „vollständig von der Erdoberfläche zu entwurzeln“ (so Trump bei der Inauguration).

„Es ist Krieg“, predigt Bannon. „Es ist Krieg. (…) Amerika ist im Krieg. Wir sind im Krieg.“ Nur ist es kein Krieg mehr um des Friedens, sondern ein Krieg um des Krieges willen.

Quelle: USA, Land der Apokalypse

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5.000 Minibürger protestieren zum G20 im Miniatur Wunderland

Hamburg war in den letzten Wochen Schauplatz von vielen sehr guten kreativen und friedlichen Protestaktionen. Anstelle Bilder und Worte über Zerstörung, Gewalt und gegenseitigen Anschuldigungen ständig zu wiederholen, wollen wir Bilder und Worte des kreativen Protests sprechen lassen. Die vermutlich kleinste Demonstration zum G20 in Hamburg fand nicht auf der Straße, sondern drinnen statt. Insgesamt 5.000 Minibürger haben im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt, in direkter Nachbarschaft zur Elbphilharmonie, mit Botschaften für eine bessere Welt demonstriert. Bild und Video: Miniatur Wunderland / Screenshot Facebook Video Aufgestellt wurden die Mini-Demonstranten durch die Betreiber des Hauses. Dafür haben sie im Vorfeld über Facebook und die Website dazu aufgerufen, seine Ideen und Forderungen für eine bessere Welt zu artikulieren. Die eingegangenen Demonstrationsbotschaften haben sie dann auf kleine Schilder und Transparente geschrieben und zusammen mit Modellbaufiguren im Hamburgteil des Museums platziert. Video: ZDF heute Dieser Beitrag ist Teil der Serie: Kreativer Protest zum G20. Gemeinsam kreativen Protest sprechen lassen: Habt ihr noch mehr kreativen, friedlichen Protest zum G20 in Hamburg gesehen oder sogar selbst organisiert? Schickt uns gerne Bilder, Links und Hinweise per Email an post ÄT urbanshit.de. Wir veröffentlichen nach Prüfung kreative Protestformen.

Quelle: 5.000 Minibürger protestieren zum G20 im Miniatur Wunderland

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