The Rodeo: Scammer bauen falschen Tor-Browser für falschen Darknet-Marktplatz | heise online

The Rodeo: Scammer bauen falschen Tor-Browser für falschen Darknet-Marktplatz.

Dieser angebliche Darknet-Marktplatz entpuppt sich als wilder Ritt: Die gekauften Waren kommen nie an und die ausgegebenen Bitcoins sind futsch. Betrüger haben einen falschen Tor-Browser geschrieben, der Nutzer angeblich sicher mit einem Untergrundforum namens Rodeo verbindet. Laden Nutzer die Software herunter und verbinden sich mit dem angeblichen Marktplatz, um illegale Waren zu kaufen, wird ihnen eine glaubhafte Benutzeroberfläche präsentiert. Das ganze Prozedere hat allerdings nur zum Ziel, ihnen Bitcoins aus der Tasche zu leiern. Die bestellten Drogen, Waffen oder Hackertools kommen nie beim Empfänger an, berichtet das Nachrichtenportal Bleeping Computer.Die Hoffnung stirbt zu letzt: Interne Nachricht im angeblichen Darknet-Markt
Die Hoffnung stirbt zu letzt: Interne Nachricht im angeblichen Darknet-Markt Vergrößern

Auch baut der angebliche Browser nie eine Verbindung mit dem Tor-Netz auf. Er lädt lediglich die angeblichen Webseiten von einem FTP-Server herunter, auf dem diese als Plaintext-Daten und Base64-codiertes HTML liegen. Angeblich PGP-verschlüsselte Nutzerdaten liegen dort ebenfalls im Klartext. Bisher scheinen sich 158 Nutzer angemeldet zu haben. Einige davon haben allem Anschein nach tatsächlich Bitcoins überwiesen und warten auf ihre Ware.


(Bild: Paul Hudson, CC BY 2.0 )

Obwohl der Browser ein sehr rudimentäres .NET-Programm ist und fast alle Schaltflächen der Software nicht funktionieren, sind die eigentlichen Webseiten des angeblichen Marktplatzes recht gut umgesetzt. Die Betrüger scheinen möglichst viele illegale Waren im Angebot untergebracht zu haben, um viele Besucher dazu zu bringen, Geld auszugeben. Außerdem bewerben sie ihr falsches Untergrundforum aggressiv mit YouTube-Tutorials, die einen einfachen, sicheren Zugang zu illegalen Gütern versprechen. (fab)

Quelle: The Rodeo: Scammer bauen falschen Tor-Browser für falschen Darknet-Marktplatz | heise online

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