Radler-Demo in Altona geplant: Anwohner-Wut gegen die Bau-Flut | MOPO.de

Altona –

Die Bürgerinitiative „Altonaer Manifest“ macht mobil gegen Groß-Investoren, „Verdichtung“ und Gentrifizierung. Auch Olaf Scholz bekommt sein Fett weg. Das Mittel der Wahl am 7. Oktober: Eine Fahrraddemo durch den Bezirk.

Die Fronten scheinen verhärtet: Auf der einen Seite der Senat und Olaf Scholz, der sich für Verdichtung und Aufstockungen im Innenstadt-Gebiet einsetzt: „Verdichten, Verdichten, Verdichten muss der Schlachtruf sein!“ predigt er seit Jahren. Und wenn nicht? „Dann wird Hamburg vielleicht unbezahlbar.“

Auf der anderen Seite Bürger-Initiativen wie das „Altonaer Manifest“. Die haben die Schnauze voll von angeblicher „Willkür der Senats- und Bezirkspolitik“. Die gehe zu Ungunsten der Lebensqualität der Bürger und diene nur Investoren-Interessen. Und welche konkreten Projekte sind der Initiative ein Dorn im Auge?

Aufstockungs-Pläne am „Bahrio 68“ und am Spritzenplatz, Nachverdichtung an der „Otte 60“, die Schließung des Fernbahnhofs Altona und ein teurer Neubau am Diebsteich – dies sind nur einige Projekte, gegen die sich das „Altonaer Manifest“ wenden will.

Also im Grunde alle für bezahlbaren Wohnraum?

Die gegnerischen Parteien behaupten, für bezahlbaren Wohnraum einzutreten. Olaf Scholz warnt die Bürger-Initiativen, dass sie sich ihr eigenes Grab schaufeln würden: „Wer jetzt keine Wohnungen bauen will, kann sich in zehn Jahren vielleicht keine eigene leisten.“

Johannes Kohl vom „Altonaer Manifest“ erwidert: „Den SPD-Senat scheint der Zusammenhang zwischen Nachverdichtung der Kerngebiete und steigendem Gentrifizierungsdruck nicht zu interessieren. Längst schon hat er die Hoheit der Stadtentwicklung an die Immobilienwirtschaft übertragen.“

Der Vorwurf von Bürgermeister Scholz an die Initiativen lautet also im Grunde: Eure Lebensqualität ist euch wichtiger als bezahlbarer Wohnraum. Und umgekehrt heißt es an die Adresse des Senats: Ihr wollt nur Investoren-Pläne durchsetzen!

„Altonaer Manifest“ ruft zur Fahrrad-Demo

Das „Altonaer Manifest“ will sich nun am 7. Oktober ab 14 Uhr am Spritzenplatz Gehör verschaffen – mit einer Fahrrad-Demo, ähnlich wie es die Teilnehmer der „Critical Mass“ gerne tun.

Quelle: Radler-Demo in Altona geplant: Anwohner-Wut gegen die Bau-Flut | MOPO.de

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